So war’s bei „Eine Frage des Glaubens“ am 27. Mai 2017 in Leipzig

Am Samstag den 27. Mai fand die interreligiöse Stadterkundung „Eine Frage des Glaubens“ im Umfeld der Leipziger Eisenbahnstraße statt. Los ging es im Ost-Passage Theater, das von 1968 bis 1987 als Gemeindehaus der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“ für die mormonische Gemeinde genutzt wurde. Nach einer kurzen Einführung wurden die  temporären Stadtpläne an die Gäste verteilt, anhand dessen sie sich eigenständig auf den Weg machten. Unterstützt wurden wir dabei von den Pfadfindern Gedland, die zum Ring evangelischer Gemeindepfadfinder gehören.

Ähnlich einer Schnitzeljagd konntet ihr euch anhand der Karte in beliebiger Reihenfolge von Station zu Station bewegen und in eurem eigenen Tempo den eigenen Interessen folgen. Der Weg führte entlang eines alten Pilgerwegs in Läden und Cafés, in Wohnungen und Hinterhöfe, in Kirchen und Gemeindezentren, in eine Stadtfarm und in eine Küche. Insgesamt gab es 17 Stationen, die durch die Farbe Gold gekennzeichnet waren. Die Themen waren so vielfältig, wie die Menschen, die zum offenen Austausch einluden. Es ging um das Verhältnis von Religion und Politik, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung, um Einheit in der Vielfalt, Pilgern als Lebenshaltung, um Fragen der Integration, um Achtsamkeit, Ungläubigkeit, Radikalisierung und den spezifischen Kontext in Ostdeutschland vor und nach der Wende. Ziel war es, reale Begegnungen zu ermöglichen, um nicht übereinander zu reden, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen. An vielen Stationen blieb es nicht abstrakt: Zur Fragestellung etwa, ob eine gläubige Muslima ein Kopftuch tragen muss, konnte man sich gleich erklären lassen, wie man es bindet.

Hier kannst Du Dir das Faltblatt mit dem temporären Plan zum Ansehen am Monitor runter laden: EFdG-Faltblatt

Interreligiöser Kaffeeklatsch am 21. Mai

Auf Wunsch einiger Beteiligter luden wir heute zu einem Kennenlerntreffen in die in der Kaos Kulturwerkstatt. An unserer interreligigösen Kaffeetafel saßen die Pilgerinnen Stefka Meyer & Annette Pillardy, der Schamanen Poeta Immortalis, der Pfarrer i.R. Christoph Wonneberger, der atheistische Alawiten Hasan, Solveig Prass – Projektleiterin im Beratungs- und Präventionsangebot der Kindervereinigung Leipzig e.V. zu negativen Sekten und Kulten, Peter Mittelbach von der Leipziger Bahá’í Gemeinde sowie das Leipziger Team Katharina Wessel, Diana Wesser, Jamie Grasse, Solveig Hoffmann & Dirk Kuntze.